Im Jahre 1954 hatten vier junge Männer auf einer Gartenbank bei „Dohmann’s am Berge“ die Idee, eine Blaskapelle zu gründen. Es waren Josef Dohmann, Franz-Josef Klare, Anton Mutter und Bernhard Klare. Josef Dohmann wurde beim damaligen Pastor Franz Eickhoff vorstellig und konnte ihn sehr schnell für diese Idee gewinnen. In unserer Kirchenchronik von 1955 war somit folgender Eintrag von Pastor Eickhoff zu lesen:
„ Besonders der Begeisterung von Josef Dohmann war es zuzuschreiben , dass ich mich entschloss, Blasinstrumente für jugendliche Musikanten anzuschaffen. Sie wurden von der Firma Hack in Göttingen erworben: Eine Tuba, ein Tenorhorn, ein Flügelhorn, eine Trompete, eine Posaune und ein Waldhorn. In der ersten Zeit kam ein Herr Grieb aus Boffzen und hielt Unterrichtsstunden. Gute Fortschritte wurden gemacht.“
Die neuen Instrumente wurden damals von Anton Mutter, Franz-Josef Klare, Bernhard Klare, Josef Dohmann, Karl Menne und Hermann Hecker(Sen.) gespielt. Geprobt wurde damals im alten Jugendheim in der Schulstraße (heute: zur Helle) . Sehr bald kamen weitere Mitstreiter hinzu und so konnte bereits zur Fronleichnamsprozession erstmals öffentlich aufgespielt werden. Neben den intensiven Proben wurde ausschließlich zu kirchlichen Anlässen musiziert. Weitere Neuzugänge ließ die Zahl der aktiven immer weiter steigen und so wurde 1964 bereits ein Konzert mit Marschmusik und Volksliedern gegeben.
Im Mai 1966 wurde das 10-jährige Bestehen der Kapelle als 2-Tagesfest im Gasthaus Driehorst gefeiert. Im Jahre 1967 übernahm Theo Büse (ein immer noch heute aktives Mitglied) den Vereinsvorsitz. Die folgenden Jahre waren von Jugendausbildung und Auftritten in der Umgebung bestimmt. Eine gebrauchte Klarinette wurde angeschafft und an Rainer Potthast übergeben. Nach über 12-jähriger Amtszeit gab Theo Büse dann den Vereinvorsitz an Albert Watermeyer ab, der ihn heute noch (mit jedoch einer Unterbrechungen) innehält. Rainer Potthast hat nach dem Tod von Franz-Josef Klare (1981) die musikalische Leitung des Vereins übernommen und nimmt sie noch heute wahr.
Im Dezember 1984 wurden der Verein unter der Nr. 438 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Höxter eingetragen und heißt seitdem „Blaskapelle Godelheim e.V.“ 1995 wurde der Probenraum in der Schule selbst gestaltet und renoviert. Seither ist dort der Ort in dem die Blaskapelle ein neues „Zuhause“ gefunden hat. 2002 hat erstmals Thomas Marx die Leitung des alljährlichen Weihnachtskonzert übernommen. Den aufmerksamen Leser dieser Kurzgeschichte mag aufgefallen sein , dass über die langen Jahre hinweg ein stabiler Kern an Musikern den Verein getragen hat und das jüngere Mitglieder nach einigen Jahren aus verschiedenen Gründen nicht mehr aktiv sind.
Deshalb möchten wir hier noch Allen danken, die heute noch aktiv sind , aber auch Jenen die in der Vergangenheit über einen mehr oder weniger langen Zeitraum mit uns gemeinsam Musik gemacht haben .